Kommunalwahl. MIO tritt als neue Kraft zur Gemeinderatswahl an.

Interview mit Johanna von der Grün, Kim Reindl, Sandra Peter und Georg Schmidtlein von MIO – von Rainer Wich

KLEINSENDELBACH – Frischen Wind, gute Ideen und etwas mehr Leben in die Bude bringen – das wollen zwölf motivierte Frauen und Männer, die sich zusammengefunden haben, um als neue Kraft unter dem Namen „Miteinander im Ort“ (MIO) in den Gemeinderat einzuziehen.

Nicht alles anders, aber einiges „miteinander“ besser machen, – dieses anvisierte Ziel fand großen Anklang bei reichlich interessierten Leuten im Ort. Und so war die MIO-Liste auch „sehr schnell voll“, wie Spitzenkandidatin Johanna von der Grün sagt. Dabei richtete man das Augenmerk besonders auf eine bunte Mischung. Und die ist zweifelsohne gelungen. Denn auf der Kandidatenliste findet man einen fast repräsentativen Berufe-Mix aus Polizeibeamtin und Werkzeugmacher, Biologin und Installateur, über einer Heilpädagogin bis hin zum EDV-Spezialisten und anderes mehr.

MIO gründet letztlich auf einer stetig gewachsenen Verärgerung, Enttäuschung, auch Frustration. Eine Handvoll junger Mütter verband eine „grundsätzliche Unzufriedenheit“ mit der Situation im örtlichen Kindergarten. Aber nicht mit dem Personal, wie Sandra Peter betont, sondern vor allem mit den Verantwortlichen der Trägergemeinde, mit der Art und Weise des despektierlichen Umgangs, der viel zu wünschen übrig ließ. Die Liste mit Kritikpunkten ist jedenfalls lang. Ganz oben stehen dabei die „fehlende Transparenz und Wertschätzung“, so Kim Reindl.

Sich immer wieder beim Träger zu beschweren, wäre ein Weg gewesen. Die Situation selbst aktiv verändern der andere. Für die entschlossenen Mütter der deutlich bessere. Sie bilden gleichsam die „Keimzelle“ von MIO. Rasch gesellten sich begeisterte Mitstreiter dazu. Gemeinsam möchte man nun – über das Kindergarten-Thema hinaus -, einiges im Ort zum Besseren wenden.

Da sind einige Felder zu bestellen – beispielsweise im Gemeinderat selbst. Die MIO-Leute monieren die oftmals „unsachlichen Debatten“ sowie den zuweilen barschen Tonfall zwischen den beiden Parteien, streben stattdessen eine Streitkultur an, die von gegenseitigem Respekt getragen wird. Möchten mit den beiden etablierten Gruppen „in guten Gesprächen“ ein fruchtbares Miteinander schaffen und als ergänzende Stimme wirken. Wollen die Interessen von jungen Familien mehr in den Fokus der Gemeindearbeit rücken und nicht zuletzt für mehr Transparenz nach außen hin sorgen. Auf die Fahne geschrieben hat sich das MIO-Team außerdem … beitragen für ein angenehmeres Miteinander im Ort.

RAINER WICH

Bild: Anja Höfflin